Ferienhäuser und Ferienwohnungen in der Toskana

Segeln an der Küste der Toskana

Eines der beliebtesten und bekanntesten Urlaubsziele in Italien ist die Toskana. Die mittelitalienische Region ist besonders berühmt für ihre Geschichte und Kultur, welche vor allem in den Städten wie Florenz und Pisa wiederzufinden sind. Doch auch für Besucher, die eine maritime Atmosphäre vorziehen, ist die Toskana ein geeignetes Reiseziel. Geprägt von endlosen Sandstränden, abgelegenen Buchten und zahlreichen Inseln, ist die toskanische Küstenlandschaft das perfekte Revier zum Segeln.

Eigentlich sollte es hier Segeln an der Küste der Toskana oder Segeln im toskanischen Archipel heißen. Denn in der Toskana wohnt man besser in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung. Aber an der Küste von Carrara bis Talamone gibt es viele größere und kleinere Häfen, von denen aus man das tyrrhenische Meer und den "archipelago toscano" erkunden kann.

Neben den vielen kleinen Häfen für Jollen und flachgehende Boote sind in den letzen Jahren auch eine Anzahl von Yachthäfen entstanden, die dem immer größer werdenden Bedarf an Liege- und Ankerplätzen entgegen kommen. Zudem gibt es immer mehr Charterangebote für diejenigen, die sich ein eigenes Boot nicht leisten können.

An den sandigen Stränden der Versiliaküste sind neben dem alten Handelshafen Carrara , der eigentlich der für die Marmorausfuhr geschaffen wurde nur Viareggio und die Bocca d'Arno bei Pisa zu nennen.

Eines der zahlreichen Segelreviere vor der toskanischen Küste sind die Ligurischen Inseln. Für einen Ausflug zu den Inseln Tino, Tinetto, Palmaria und Gallinara ist der Hafen von Viareggio der beste Ausgangsort. Von den weiter südlich gelegenen Häfen von Castiglioncello, Salivoli, Scarlino und Punta Ala lässt sich besonders der Toskanische Archipel gut erkunden. Auf längeren Törns können auch Korsika und das nördliche Sardinien angelaufen werden. Die Inseln verfügen über viele kleinere und größere Yachthäfen, so dass die Länge der einzelnen Etappen individuell geplant werden können.

Eingebettet in die Versilia, die tyrrhenische Küstenlandschaft, und vor den Apuanischen Alpen liegt die kleine Stadt Viareggio. Das beliebte Seebad hat einen der längsten Sandstrände in ganz Italien und ist der ideale Ausgangspunkt für Segelausflüge. Viareggio ist ein mondänes Städtchen, das mit ausgezeichneten Restaurants, einem bunten Nachtleben und einer lebhaften Strandpromenade aufwartet. Auch mit verschiedenen kulturellen Veranstaltungen, wie dem Karnevalsumzug oder dem Puccini Festival hat sich die kleine Stadt einen Namen gemacht. Die Städte Lucca, Pisa und Florenz sind von hieraus, schnell mit der Bahn oder dem Auto zu erreichen.

An der Bocca d'Arno bei Pisa wird zur Zeit eine große Marina gebaut, die dem Badeort Pisa Marina ein völlig neues Flair geben soll. Der Handelshafen Livorno mit seinem riesigen Umschlag an Containern ist für Yachties und Freunde des Segelsports nicht unbedingt die Traumadresse. Dafür gibt es einige Meilen südlich bei Castiglioncello die Cala di Medici, eine große Marina mit allen Annehmlichkeiten. Castglioncello ist der ideale Ausgangspunkt für einen Segeltörn nach Korsika oder den toskanischen Archipel. Bei North Sardinia Sail kann man hier ordentlich gewartete Yachten zu guten Bedingungen chartern. Der moderne Yachthafen hat etwa 650 Liegeplätze und ist mit dem Auto gut zugänglich. Parkplätze, Restaurants, Geldautomaten und ein Supermarkt versorgen Segler, die in Castiglioncello an- oder ablegen, mit allem Notwendigen und der weitere Ausbau ist geplant.

Der Porto Turistico von San Vincenzo liegt in einer sehr günstigen Position in der Toskana. Bis Florenz sind es 120 km und bis Pisa nur 50 km. Der noch neue Hafen ist für Boote bis 27 Meter Länge ausgelegt und bietet alle Annehmlichkeiten wie Tankstelle, Supermarkt und eine Werft mit Kran.
Die Basis des Vercharterers huw-yachtcharter wird von deutschsprachigen Mitarbeitern betreut.

Der ebenfalls sehr beliebte Yachthafen von Salivoli befindet sich am südlichen Ende der Etruskischen Riviera in der Nähe von Piombino. Dieser Hafen ist besonders geeignet als Zwischenstopp für Segler, die einen längeren Törn unternehmen. Unter anderem gibt es in Salivoli öffentliche Duschen und Toiletten, Apotheken und einen Waschsalon.

Südlich von Piombino beginnt die Maremma, eine einstmals sumpfige Landschaft, die heute von Landwirtschaft und sanftem Tourismus dominiert wird. In der Bucht von Follonica befindet sich der Yachthafen Punto di Scarlino. In der Umgebung des etwa 3400 Einwohner zählenden Ortes befinden sich einige interessante Bauwerke aus dem Mittelalter. Besonders beeindruckend sind die Rocca Aldobrandesca und die Kirche und das Konvent von San Donato.

Weiter im Süden der Maremma auf der Halbinsel Punta Troia befindet sich Punta Ala. Der kleine Ort ist eines der beliebtesten Urlaubsziele für Touristen aus aller Welt und verfügt daher natürlich über eine Vielzahl an entsprechenden Touristenattraktionen. Eine davon ist zweifellos die Marina Punta Ala, der größte Yachthafen an der tyrrhenischen Küste mit mehr als 900 Liegeplätzen. Außerdem liegen in diesem Hafen die Yachten der Superreichen, die einen Spaziergang an den Piers zu einem echtem Erlebnis machen.

Ganz im Süden der Toskana lieg der kleine Fähr- und Yachthafen Talamone, der Hafen von San Stefano und Porto Ercole mit der großen Marina Cala Galera.

Wer die faszinierenden Küstenlandschaften der Toskana vom Meer aus erkunden möchte, kann in den genannten Häfen eine Yacht, ein Boot oder einen Katamaran chartern. Bei den meisten Angeboten handelt es sich um eine Time Charter. Die Yacht inklusive Mannschaft muss also für einen bestimmten Zeitraum, meist eine Woche, gechartert werden. In allen oben genannten Häfen sind zahlreiche Chartergesellschaften vertreten. Die Yachten können direkt vor Ort oder schon im Voraus über das Internet gechartert werden. Die zur Verfügung stehenden Boote haben unterschiedliche Größen, sind aber meist für vier bis zehn Passagiere ausgelegt. Wem die Charter für eine ganze Woche zuviel ist oder wer nicht selbst segeln kann, der hat natürlich auch die Möglichkeit an einem von den Chartergesellschaften veranstalten Tagesausflügen teilzunehmen.

Viele Mythen ranken sich um den im 19. Jahrhundert entstandenen Roman "Der Graf von Montecristo". Mehr als zehn Filme sind gedreht worden, inspiriert vom berühmten Buch von Alexandere Dumas. Aber wo liegt dieses Montecristo eigentlich? Gibt es den Ort wirklich? Es gibt ihn, in Italien. Südlich von Piombino liegt die kleine Insel, sie gehört zu einer der beliebtesten Urlaubsregionen: zur Toskana. Ein Besuch der Insel wäre kein Problem, stünde Montecristo nicht unter Naturschutz.

Die Insel darf man nur mit spezieller Erlaubnis der italienischen Behörden betreten. Abgesehen von einem Wildhüter, Ziegen und vielen Vögeln ist Montecristo unbewohnt. Wer dem geheimnisvollen Eiland nachspüren will, ist auf ein eigenes Boot angewiesen. Die Kulisse der mit Macchia bewachsenen Hügel lässt sich am schönsten an Bord einer Charter - Segelyacht bestaunen. 20 Meilen muss man von Elba aus zurücklegen, die ideale Distanz für einen Tagesauflug ins Reich der Mythen rund um den geheimnisvollen Grafen. Segeln für Abenteurer.

Aber der toskanische Archipel umfasst noch fünf weitere kleine Inseln, die man per Segel - Yacht gut erreichen kann. Inseln, die vom Massentourismus bislang völlig verschont sind. Eine Region also, in der es noch etwas zu entdecken gibt. Ein Traum für alle Individualisten unter den Seglern. Auch die Insel Gorgona beispielsweise, ganz im Norden des Archipels gelegen, ist für herkömmliche Touristen so gut wie unerreichbar. Der Grund liegt auf der Hand: Auf Gorgona wird eine Strafanstalt betrieben, Besuche sind nur nach Voranmeldung möglich. Aber vorbeisegeln und einen Blick riskieren, das ist das Privileg all jener, die auf einer Yacht unterwegs sind.

So viel zum Thema Abenteuerlust. Es gibt natürlich nicht nur "verbotene" Inseln in der Toskana. Capraia zum Beispiel, im Nordwesten des toskanischen Archipels. Die Insel ist bekannt für ihr kristallklares Wasser und gilt als einer der reizvollsten Tauch-Spots in ganz Italien. Für gewöhnliche Touristen ist die Insel von Livorno mit der Fähre zu erreichen, aber es sind nicht viele Besucher, die sich dorthin verirren. In Capraia ist die Atmosphäre nach wie vor idyllisch. Als Skipper einer Charter - Yacht hat man viele kleine Buchten ganz für sich. Die Insel ist traumhaft schön, aber Hotels und Pensionen sind immer noch rar. Ein Besuch mit einer Segel-Yacht ist ideal, da hat man Bett und Küche ja immer mit dabei.

Mit knapp 2000 Einwohnern ist Giglio, ganz im Süden gelegen, eine der vergleichsweise größeren Inseln, die man von Elba aus per Segelyacht erreichen kann. Der große Reiz von Giglio: Obwohl des Festland nicht weit ist, wird man kaum von Autos gestört. Für Genießer gibt es traumhafte Sandstrände, und für Entdeckungsfreudige bieten sich zahlreiche Wanderungen auf kleinen Maultierpfaden an.

Ein absoluter Leckerbissen für Segler ist Giannutri. Gerade drei Kilometer ist die halbmondförmige Insel lang, es gibt nur rund zehn Einwohner. Die Römer legten einen Hafen an, dessen Überreste heute noch zu sehen und auch zu benutzen sind.

Bliebe noch Elba, die unumstrittene "Perle des Thyrrenischen Meeres". Hotelburgen und Massentourismus? Fehlanzeige. Die Insel ist mit knapp 30 Kilometern Länge die größte im toskanischen Archipel. Beliebte Route: einfach rund um die Insel segeln. Viele verträumte Buchten verzaubern den Besucher. Berühmt ist die Insel durch Napoleon, der hier einen Teil seiner Verbannung verbracht hat. Eine Insel für Genießer! Denn auch kulinarisch hat sie viel zu bieten: Wein und Küche gelten als ausgezeichnet.